Wieso Entspannung so wichtig ist

Entspannung fühlt sich gut an, wir sind lockerer, wir fühlen unseren Körper als Ganzes. Das ist per se schön. Doch eigentlich im Hintergrund passiert da noch viel mehr. Denn erst in einem entspannten Zustand kann sich unser Nervensystem und unser Körper anfangen wahrzunehmen und sich selbst zu regulieren. Wir brauchen die Pausen, um die Spannungen, Entzündungen oder was es grade ist, loslassen zu können. Wir können erst dann dem System mitteilen, dass wir nicht in Gefahr sind, wenn wir die Pausen einlegen, entspannen und unser System merkt, dass es nicht im «Achtung-Gefahr-Modus» weiterfahren muss. Wir nennen den Teil des Nervensystems im «Kampf- oder Flucht-Modus» auch Sympathikus. Das ist der eine Teil des Nervensystems. Er hat durchaus eine wichtige Funktion: wenn wirklich Gefahr droht, sind unsere Muskeln auf Alarm und bereit, sofort und schnell wegzurennen. Dem Verdauungssystem wird dann weniger Beachtung geschenkt – denn jetzt geht es um Geschwindigkeit und Muskelkraft. Das macht Sinn, wenn wir einer tatsächlichen physischen Gefahr begegnen. Es macht aber weniger Sinn, wenn es sich nur um ein Mail des Chefs handelt. Da hilft die Muskelanspannung wenig bis gar nichts. Da wir aber in einer Welt leben mit vielen verschiedenen Reizen, die meist über einen Bildschirm übertragen werden, erhalten wir dauernd Signale, die wir verarbeiten müssen. Der andere Teil des Nervensystems, der Parasympathikus, der für Entspannung, Verdauung, Herz und Niere und weitere wichtige Organfunktionen zuständig ist, bekommt zu wenig Platz. Es macht Sinn, diesem bewusst mehr Raum zu geben.

Überlege dir bewusst, was du heute brauchst, um den Parasympathikus zu stärken. Der wird sehr gerne aktiviert mit Körperarbeit, Atemübungen, Entspannung, Ruhe, Bewegung wie Qigong oder Tai-Chi. Was das jetzt direkt mit Shiatsu zu tun hat? Viel ;). Shiatsu wirkt auf verschiedenen Ebenen auf das parasympathische System: du hast eine Pause aus dem Alltag. Eine Pause der vielen Reizen und Eindrücken. Die Berührung kann dein parasympathisches Nervensystem (unter der Annahme, dass du dich wohl und sicher fühlst) aktivieren. Der Atem kann sich beruhigen. Die Selbstwahrnehmung wird gestärkt, du kommst im Hier und Jetzt an, das Morgen und das Gestern treten in den Hintergrund.

Wer schreibt hier? 

Ich bin Nathalie Martin, Shiatsu-Therapeutin in Basel. Ich begleite dich auf dem Weg zu mehr Entspannung, auf dem Weg vom Kopf in den Körper und beim Lösen von Blockaden. Lass uns deine Themen angehen.

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